Durch Gläser gespiegelt in Dänemark.

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weglaufen funktioniert nicht

du hast zu kurze

Beine die langen Arme deiner

Sorgen reichen einmal

um die Welt sie fassen

dich wo auch immer

du bist.

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wir leben und schnell

hundertdreißig das Limit

wird stets überschritten viel zu

verrannt zu verkopft kopflos

rennend auf der Suche nach

ihm wir können ihn nicht

finden uns fehlen dazu

die Augen.

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ich merke ich gehe will

mich verabschieden irgendwo

festhalten finde keinen

Halt alles zieht viel zu

schnell kurze Pause wartet

auf mich meine ausgebreiteten

Arme können nicht fassen ihr

entgleitet mir ihr gleitet

davon ohne euch noch einmal

umzublicken rudere ich wild

wie eine Ertrinkende zieht mich

hoch streckt Hand entgegen

ich will doch nur noch kurz

einen Moment bei euch

verweilen ein bewusstes

letztes Mal.

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Gläser durch die wir

versuchen hindurch zu sehen

reflektieren letztendlich nur uns

selbst das Dahinter bleibt

verborgen zu sehr haftet der

Blick am eigenen Spiegelbild.

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gefangen im Spiel

der Existenz darin

den authentischen Schein zu

wahren sich in der

Darstellung zu überbieten

im reich sein an Authentizität

wie kann einer glauben dass

Bilder vermitteln sich selbst

komprimieren und darstellen in

Foto und Wort jemals

der ganzen Wahrheit entspricht da

sitzt einer grübelnd und denkend

das Bild in seiner Echtheit

perfektionierend doch tief in ihm

wissend der Schein ist Schein

nicht Sein.

 

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