Gemeinsame Schatten.

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Schatten unter Sternen

Lass uns hinaufsteigen

sagte ich zu meinem Schatten

dort oben ist die Luft klar

und die Sicht weit

wenn du möchtest

zeige ich dir das Dahinter

die Farben dieser Welt

deine Augen möchte ich glänzend zeichnen

ihnen Leben aufmalen

Lass uns die Beine vertreten

Füße und Seele sind eingeschlafen

du hast sie dort draußen

vergessen

damals als du dich unter Gefühlen begrubst

unter der Erde hast du das Atmen

verlernt

deine Zeit im Dunkeln

war zu erstarrt

Komm, lass uns die Sterne ansehen

sie sind überall dieselben

du kennst sie

selbst auf der anderen Seite

da blickten sie auf dich hinab

nimm Herz und Beine in die Hand

und komm, hab keine Angst

in der Nacht wird sie dir genommen

wach auf, sieh hin

unter Sternenhimmeln

gibt es keine Schatten.

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Gemeinsamer Garten

wir waren eins

erblühte Homogenität

untrennbar miteinander verbunden

den Garten des jeweils anderen gepflegt

seine Blumen gewässert

dort tiefe Wurzeln geschlagen

die Übergänge unerkennbar, da wo wir herkommen

wir waren geteilt

Gesetzesbrüche

wo meine Wurzeln deine waren

griffen sie plötzlich in spaltende Mauern

die linke Seite meines Gartens

oberhalb des Nabels

schlägt nun in der Ferne

bei dir.

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